Gröditz von den Anfängen bis zur Gegenwart

  • Etwa im 7. Jahrhundert n. Chr. siedelte sich der sorbische Stamm der Daleminzer durch das fruchtbare Röderland dauerhaft in unserer Gegend an. Die sorbische Namensgebung weist darauf hin.
  • Im 12. Jahrhundert eroberten die Deutschen den slawischen Siedlungsraum zurück. Gröditz entwickelte sich zu einem typischen Straßendorf. Es gehörte innerhalb der Markgrafenschaft Meißen zum Rittergut Saathain.
  • Das Jahr 1217 gilt als Festlegung der urkundlichen Ersterwähnung. In Urkunden wird eine Person erwähnt, welche sich nach Gröditz nannte.
  • Lange blieb Gröditz ein Dorf mit 100 bis 150 Personen.
  • Mit dem Bau des Elsterwerda – Grödel – Floßkanals im 18. Jahrhundert änderte sich das. Die Bevölkerung wuchs, da viele Leute in unserer Gegend Arbeit fanden.
  • Die größte Bedeutung für die Region Gröditz war die Errichtung des Eisenwerkes. Im Jahr 1779 kaufte der sächsische Kabinettsminister  Detlev Carl Graf von Einsiedel die alte Gröditzer Mühle und legte damit den Grundstein für das heutige Unternehmen.
  • Mit der Aufhebung der gutsherrlichen Rechte in Sachsen nach 1832 wurden auch die Fronlasten der Bauern abgeschafft.
  • In den Jahren 1883/1884 wurde die Sulfitzellstofffabrik, später Zellstoffwerk, errichtet.
  • Der industrielle Fortschritt erforderte auch den Bau vieler neuer Werkswohnungen, u.a. die Alte Kolonie.
  • 1928 wurde der Nachbarort Reppis zum Dorf Gröditz eingemeindet.
  • Das Eisenwerk war während beider Weltkriege erheblich an der Rüstungsproduktion beteiligt.
  • Ab 1952 wurde Gröditz im Rahmen der Verwaltungsreform dem Kreis Riesa im Bezirk Dresden zugeordnet.
  • Seit dem 07.10.1967 darf Gröditz die Bezeichnung „Stadt“ führen.
  • Bis 1989 war Gröditz eine kleine Industriestadt, in der ca. 10000 Einwohner lebten.
  • Mit der Wiedervereinigung 1990 begann auch in Gröditz eine neue Zeit. Viele Unternehmen mussten ihre Produktion einstellen - neue Unternehmen entstanden.
  • Das Stahlwerk wurde im Jahr 1997 privatisiert, von der Georgsmarienhütte Osnabrück übernommen und ist heute größter Arbeitgeber in der Stadt.
  • Seit dem 01.01.2013 gehören die Ortsteile Nauwalde, Nieska, Schweinfurth und Spansberg zur Stadt Gröditz.
  • Die Veränderungen zeigen sich auch in der städtebaulichen Gestaltung: Gröditz ist attraktiver und schöner geworden.
  • Am 01.01.2016 waren in Gröditz 7473 Einwohner ansässig.